BVS Praxis und Integration (BPI)

In der Schweiz Fuss fassen

Sie sind noch nicht lange in der Schweiz und zwischen 15 und 25 Jahre alt? Sie möchten wichtige Schritte in die berufliche und soziale Integration schaffen?

Dann kommen Sie zu uns: Wir fördern Sie sprachlich und unterstützen Sie auf dem Weg in den Berufseinstieg.

Berufsorientierung und Berufseinstieg

Das BPI ist modular aufgebaut und kann 2 Jahre dauern. Im ersten Jahr (BPI 1) steht die Berufsorientierung im Vordergrund, im zweiten Jahr (BPI 2) der Berufseinstieg.

Ziele: Sie erweitern Ihre Handlungsfähigkeit und erreichen die für den Beruf notwendigen Deutschkenntnisse. Sie setzen sich ein passendes Berufsziel und machen die notwendigen Schritte, dieses Ziel zu erreichen.

Anschluss finden

Gezielt gefördert und begleitet: Standortbestimmungen und Sprachstandtests A1 bis B2 sind Grundlagen für Ihre nächsten Schritte zur Berufsintegration. Ihre Klassenlehrperson und Ihr Berufswahlcoach orientieren sich für Ihre Anschlusslösung an Ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten. Die geeignete Anschlusslösung kann eine Berufslehre, ein weiteres Brückenangebot oder eine Arbeitsstelle sein.

Anmeldeverfahren

Nach der Volksschule (15-25-Jährige):

Die Anmeldung durch die Asylsozialhilfestellen, Flüchtlingssozialdienste und Ansprechstellen Integration erfolgt direkt an die Schule während dem offiziellen Aufnahmeverfahren (DIN Woche 13 bis 18 / 23. März bis 3. Mai 2020). Spätere Anmeldungen sind bis am 31. Januar 2021 bei freien Plätzen möglich.

Aufbau und Ablauf

Das BPI unterstützt Sie beim Erlernen der Landessprache, beim Kennenlernen landesüblicher Lebensbedingungen, beim Reflektieren und Wertschätzen der eigenen kulturellen Wurzeln und bei der Berufsorientierung.

Das BPI ist modular aufgebaut und kann zwei Jahre dauern. Im ersten Jahr (BPI 1) steht die Berufsorientierung im Vordergrund, im zweiten Jahr (BPI 2) der Berufseinstieg. 10 bis 40% Prozent der Ausbildungszeit besteht aus praktischen Anteilen (schnuppern, internen Werkstätten, Praktika, Projektwochen).


Aufbau erstes Jahr: Berufsorientierung

  • Allgemeinbildender Lernbereich (obligatorisches Grundangebot):  24 Lektionen 
  • Berufsbezogener Lernbereich (Fächer): 4 - 8 Lektionen 
  • Begleitetes individuelles Arbeiten: 0 - 4 Lektionen 
  • Angebot der Schule: 0 - 4 Lektionen

 
Aufbau zweites Jahr: Berufseinstieg

  • Allgemeinbildender Lernbereich (obligatorisches Grundangebot): 24 Lektionen 
  • Begleitetes individuelles Arbeiten: 0 - 4 Lektionen 
  • Angebot der Schule: 0 - 4 Lektionen

Wahl des berufsbezogenen Schwerpunktes:

  • Bau, Technik, Natur
  • Administration, Verkauf, Logistik
  • Gastronomie, Hauswirtschaft, Tourismus
  • Gesundheit, Soziales

Lernen und Lehren

Das pädagogische Konzept des Lehrplanes 

  • orientiert sich an Ihrem Förderbedarf am Übergang von der obligatorischen Schulzeit in die Berufsbildung.
  • betont die Ganzheitlichkeit des Lernens. Für den Erwerb von Kompetenzen ist die Beziehung zwischen Ihnen und Ihren Lehrpersonen ebenso wichtig, wie der bewusste Einsatz verschiedener Lehr- und Lernformen sowie das gekonnte Zusammenspiel von Wissen, Wollen und Können.
  • stärkt Ihr Selbstvertrauen, fördert Ihre Selbständigkeit, unterstützt und motiviert Sie in Ihrem Lernprozess.

    
Dreiteiliges Unterrichtsprinzip

Wir sehen für Sie verschiedene Lehr- und Lernformen vor. Rund ein Drittel des Unterrichts ist lehrerzentriert, zwei Drittel sind offene Formen wie das selbstorganisierte, individuelle Arbeiten oder der kooperative Unterricht (Gruppen-oder Projektarbeit).

In den Fächern Französisch und Englisch kommunizieren und arbeiten Sie in Niveaugruppen. Die anderen Fächer werden innerhalb der Klasse mit innerer Differenzierung vermittelt.

Beziehung gestalten

Sie werden durch Klassenlehrpersonen, Fachlehrpersonen und Coaches in einer lernfördernden Umgebung unterstützt. Sie erhalten Beratung und Begleitung nach Bedarf.

Handlungskompetenzorientierung

Ihr Vorwissen und ihre Erfahrung werden in den Unterricht einbezogen. Sie haben die Gelegenheit, zusammenzuarbeiten, sich über unterschiedliche Lernwege auszutauschen und sich Sachverhalte eigenständig zu erschliessen. Sie vernetzen das erworbene Wissen und Können und wenden es auf neue Situationen an. Die Lehrpersonen arbeiten mit Kompetenzstufenbeschreibungen.
 

Kontakt

BFF Berufsvorbereitung
Jacqueline Ruch

031 635 29 12
bv@bffbern.ch

Berufsbildung

Männer in Betreuungsberufen

Wickeln erst zwei Monate später – Der Ausbildungsalltag der Fachmänner Betreuung ist nicht immer leicht. Ein Projekt der BFF greift ihnen dabei unter die Schultern.

Lesen Sie mehr im Interview.

Brückenangebote

Tausend Blumen ein Kunstprojekt zum Thema Frieden

Der Tausendblumenteppich, zu sehen im Historischen Museum Bern, wird von der Künstlerin Sonja Gsell-Faesser in die Jetztzeit transportiert. Zusammen mit den Lernenden der Vorlehre 25Plus schafft sie ein eine neue Fläche des friedlichen Zusammenlebens.

Interesse geweckt?

Weiterbildung

Setzen Sie sich ins Bild

Theorie ist wichtig. Aber die Praxis macht den Unterschied. In unseren Weiterbildungskursen lernen Sie, wie das geht.

Hier gelangen Sie zum neuen Kursprogramm.